01 Dez

iOS 10: So hält der iPhone-Akku länger

Privat schlägt sein Herz für die Familie, den FC Bayern, sechs Saiten, Blues-Skalen und Triolen im Shuffle-Rhythmus. Simon Lohmann ist Volontär bei der IDG Business Media GmbH. Im September 2017 beendete er sein Studium „Medienkommunikation & Journalismus“ an der FHM in Hannover, seit 2015 ist er freier Journalist bei der Macwelt. Lithium-Ionen-Batterien, wie sie in iPhone und iPad verbaut sind, erweisen sich als recht zuverlässig. Sie sind recht schnell aufgeladen, halten meist den ganzen Tag durch oder je nach Nutzung noch länger und lassen erst nach zwei bis drei Jahren merklich nach. Eine bessere Technologie ist noch nicht in Sicht, wenngleich es vielversprechende Ansätze mit Mikro-Brennstoffzellen gibt. Diese halten merklich mehr Energie bereit und damit eine längere Zeit durch, im wahrsten Sinne des Wortes werden sie einmal in der Woche oder im Monat aufgetankt und nicht mehr ständig aufgeladen. Bis es aber soweit ist, werden Sie öfter das Problem haben, dass der Akku des iPhone schneller leer wird, als Ihnen das recht ist. Befolgen Sie unsere Tipps, um die Laufzeit Ihres iPhone merklich zu verlängern oder im Notfall noch entscheidende Milliamperestunden Ladung zu sparen. Stromfresser identifizieren In den Einstellungen > Batterie zeigt das iPhone sehr schön, welche Apps in den letzten vierundzwanzig Stunden respektive sieben Tagen die meiste Energie verbraucht haben. Auch wenn allein durch das Wissen über die Stromfresser noch nicht viel gespart ist, hilft diese Anzeige weiter. Bestimmte Apps nutzt man dann vielleicht besser nicht mehr so häufig oder steigt auf Alternativen um, und besucht etwa die mobile Website, anstatt die Facebook-App zu bemühen. Wenn Sie genau wissen wollen, wie lange bestimmte Apps im Vorder- und Hintergrund aktiv sind, tippen Sie lediglich auf das kleine Uhren-Symbol. Dies befindet sich recht neben der „Letzte 24 Stunden“-Anzeige. Welche Apps benötigen am meisten Strom? Das iPhone verrät aber nicht, wie lange die in Prozent angezeigte Ladung noch reicht. Das hängt schließlich auch davon ab, was man als nächstes mit dem iPhone vorhat. Womöglich werden die von Apple erhobenen, anonymisierten und in selbst lernenden Algorithmen gepackte Daten eines nicht so fernen Tages valide Hinweise geben, doch heute wären Hinweise wie „noch zwei Stunden Restlaufzeit“ eher irreführend.

Vielleicht will man dann einen Film bei voller Bildschirmhelligkeit ansehen, zwei Stunden hält das iPhone dann aber gewiss nicht durch. Doch gibt es Apps von Drittherstellern, die abschätzen, wie lange die Restladung noch hält, eine davon heißt Battery Doctor. Direkt aus der App heraus lassen sich auch einige Maßnahmen treffen, um den Wert zu steigern. Aber auch diese App kann nicht wissen, dass man in den verbleibenden zwei Stunden gerne noch einen Film sehen möchte. Ein bisschen Enttäuschung ist also vorprogrammiert, setzt man nicht auch seinen Verstand ein.

Battery Doctor : Diese App zeigt die ungefähre Restlaufzeit an. iOS-Widgets: Stromfresser im Hintergrund Mit den in iOS zehn eingeführten Widgets auf dem Sperrbildschirm hat Apple sich eine Neuerung einfallen lassen, die dem Nutzer zwar auf der einen Seite viele Informationen auf einen Blick liefert, auf der anderen Seite aber auch ziemlich viel Akku zieht. Wischt man auf dem gesperrten iPhone nach rechts erscheinen nun die neuen Widgets. Der Anwender kann nach Belieben verschiedene Tools auf dem Screen anzeigen lassen: Wetter, letzte Chats bei WhatsApp, Musik, Kalender, Aktien, Favoriten, Fotos, Karten, News, Mails und und und. Leider werden diese Apps im Hintergrund ständig aktualisiert – und das findet der Akku gar nicht lustig. Um die Akkulaufzeit wieder in den Griff zu bekommen, sollten Sie sich an folgende Regel für den Widget-Einsatz halten: So viele wie nötig, so wenige wie möglich. Abgesehen davon bringt iOS 10 jedoch noch weitere Probleme, für die sich aber trotzdem Lösungen finden lassen. Ein spezieller Stromfresser: Facebook Dass die Facebook-App bei vielen iPhone-Nutzern immer ganz vorne in der Liste der energiehungrigen Apps steht, liegt nicht nur an der intensiven Nutzung des sozialen Netzwerks. Sondern auch daran, dass die App außergewöhnlich viel Ladung aus dem Akku saugt. Facebook selbst gibt zu, viele Aktivitäten im Hintergrund laufen zu lassen. Wer das nicht will, dem bleibt nur die Deinstallation der App. Auf der mobilen Website hat man ja auch die meisten Funktionen zur Verfügung stehen. Facebook hat jedoch mit den letzteren Updates vieles nachgebessert, so dass die App nicht mehr so viel aus dem Akku saugt. Apps nicht beenden, aber die Hintergrundaktualisierung Hat man mehrere Apps geöffnet und schließt einige, bekommt man zwar etwas RAM frei, dem Akku hilft das nicht weiter, eher im Gegenteil. Das bestätigte Apples Chefentwickler für iOS und OS X Craig Federighi in einer E-Mail. Federighi antwortete auf eine E-Mail eines Apple-Kunden namens Caleb, welche ursprünglich an Apple-CEO Tim Cook adressiert war.